Wandern mit Hund auf dem Pyrenäen-Fernwanderweg GR10

Wandern mit Hund auf dem GR10 am Coll de Coma d'Anyell

Der GR10 ist ein atemberaubender Fernwanderweg, der in Frankreich über 930km von Hendaye am Atlantik nach Banyuls-sur-Mer am Mittelmeer führt. 

Inhaltsverzeichnis

Einen Sommer zuvor schon sind wir mit dem VW Bus in Südfrankreich, Katalonien und den Pyrenäen unterwegs gewesen und viele Tagestouren mit unserer Border-Collie-Hündin Heaven gewandert.

Die Pyrenäen hatten uns so in ihren Bann gezogen, dass wir beschlossen, im nächsten Sommer zurück zu kommen, um auf dem GR10 zu wandern.

Eine schicksalshafte Entscheidung. Denn das war der Moment, in dem uns das Fernwander-Fieber gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen hat.

Wandern mit Hund auf dem GR10 Hund vor dem Zelt

Die Vorbereitung der Wandertour

Wir sind von Mitte Juni bis Mitte Juli auf der GR10 gewandert. Auf dem GR10 ist das sehr zeitig in der Saison. Die meisten Herbergen öffnen erst am 1. Juli.

Entgegen unserer Erwartung, dass der GR10 ein populärer und „überlaufener“ Fernwanderweg sei, war es sehr ruhig auf dem Wanderweg. Wir sind nur wenigen anderen GR10-Wanderern begegnet – und keinen anderen Wanderern mit Hund.

In manchen Wanderhütten auf der Strecke war etwas mehr Betrieb, denn wir sind immer wieder durch regionale Wander-Hot-Spots gekommen. So ist zum Beispiel der Berg „Canigou“ beliebt für Tageswanderungen und entsprechend mehr ist dort los. Sobald wir aber wieder auf „unserem Trail“ waren, wurde es sofort wieder menschenleer.

Unsere Etappen haben wir mit dem Buch von Fuat Gören „Frankreich: Pyrenäenweg GR10“ geplant und sind die Strecke ohne digitale Helferlein, nur mit dem Buch in der Hand, gelaufen. Hat super funktioniert!

Wir haben geplant, die Etappen von Mérens-Les-Vals bis Banyuls-sur-Mer am Mittelmeer zu laufen. Am Ende mussten wir leider in Arles-sur-Tech abbrechen und konnten die letzten 3 Etappen nicht mehr laufen, aber dazu später mehr.

Unsere 3 Herausforderungen bei der Tourenplanung mit Hund

Die Anreise in die Pyrenäen

Da der GR10 kein Rundwanderweg ist, liegen unser Startpunkt und unser Ziel weit voneinander entfernt. Wir mussten also überlegen, wie wir an- und abreisen.

Es gibt die Möglichkeit, mit dem Zug über Toulouse bis in die Pyrenäen zu fahren und dann weiter mit Regionalzügen und Bussen.

Im Département „Pyrénées-Orientales“ gibt es die „1€-Busse“. Das geförderte Programm soll verhindern, dass die Dörfer immer weiter aussterben und sie weiterhin mit den größeren Städten wie Perpignan verbinden. Eine tolle Idee! Nur leider sind Hunde in den Bussen verboten – und großzügige Busfahrer, die mal ein Auge zudrücken, gibt es leider keine.

Hunde sind nur in den Zügen erlaubt. Auf dem östlichen GR10 gibt es 3 Orte (Merens-Les-Vals, La Cabanasse und Banyuls-sur-Mer), die eine Zugverbindung haben. Aus Berlin mit dem Zug anzureisen hätte leider mehrere Tage in Anspruch genommen und wäre nicht preiswerter gewesen, als mit einem Auto zu fahren.

Der erste Blick auf die Pyrenäen während einer Pause

Also sind wir mit einem Auto bis in die Pyrenäen gefahren. Wir haben es am Startpunkt unserer Wandertour abgestellt. Am Ende der Tour ist einer von uns alleine mit dem 1€-Bus nach Perpignan, weiter mit dem Zug über Toulouse und Ax-Les-Thermes zurück an unseren Startpunkt, hat das Auto geholt und uns am Endpunkt wieder eingesammelt. Diese Aktion hat wegen der vielen Umstiege ganze 2 Tage gedauert. Falls ihr eine bessere Idee habt, schreibt mir bitte! 😉

Eine hundefreundliche Unterkunft finden

Wir sind schon einige Fernwanderwege in Deutschland gelaufen. Allerdings haben wir die Strecken immer so geplant, dass wir in kleinen Herbergen oder Pensionen eine preiswerte Unterkunft gefunden haben und ohne Zelt wandern konnten.

Wandern mit Hund am Refuge du Ras de la Carança
Das Refuge du Ras de la Carança - verbunden mit der Außenwelt nur über einen abenteuerlichen Schotterweg

In den Pyrenäen gibt es auch ein sehr gutes Netz an Herbergen und Hütten (sogenannte „Refuges“ und „Gîtes d’Étape“) – dort sind allerdings Hunde als Übernachtungsgäste grundsätzlich verboten.

Es gibt auch eine Reihe von privaten Unterkünften, AirBnBs und Pensionen in manchen Dörfern. Einige davon nehmen gerne auch Wanderer mit Hunden auf. Allerdings nicht in günstigen Mehrbett-Zimmern. Als Hunde-Besitzer muss man dann immer ein Einzel- oder Doppelzimmer buchen – was entsprechend teurer ist.

Zum anderen war es sehr schwer, diese hundefreundlichen Unterkünfte im Voraus zu finden. Die Informationen auf Webseiten waren häufig lückenhaft. Selbst, wenn wir genügend hundefreundliche Unterkünfte gefunden hätten, hätten wir sie reservieren müssen und wären dann auf diese Etappenplanung festgenagelt gewesen. Keine Möglichkeit für spontane Ruhetage. So hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Also lautete unsere Lösung: Zelt mitnehmen!

(Mehr zu unserer Ausrüstung und den Zelt- und Bivakplätzen weiter unten)

Wandern mit Hund auf dem GR10 vor dem Refuge de Batère
Eine ehemalige Unterkunft früherer Bergbau-Arbeiter ist heute das Refuge de Batère - nur ein paar Zimmer des großen Gebäudes sind von Menschen bewohnt - die anderen von Eulen und Fledermäusen

Hunde sind in französischen Nationalparks verboten

Das größte Problem mit dem Hundeverbot der französischen Nationalparks waren die extrem dürftigen Informationen, die man im Internet dazu findet. Ich habe sogar eine Reihe von Touristeninformationen und Wandervereinen in den Pyrenäen per Email vorher angeschrieben – ohne großen Erfolg. Die meisten Informationen sind sehr allgemein und beziehen sich auf Einreisebestimmungen und Impfungen.

Wandern-auf-demGR10-Karte-der-Pyrenäen-Hendaye-nach-Banyuls-Sur-Mer

Also beschlossen wir, unsere Etappen so zu planen, dass wir nicht durch den Parc National des Pyrénées wandern würden, sondern erst nach dem Nationalpark auf dem GR10 starten würden. Und das war eine gute Entscheidung!

Die Regeln zu Hunden in den Nationalparks

Unsere ersten Erfahrungen mit den Nationalparks in den Pyrenäen hatten wir schon während unserer VW-Bus-Tour im letzten Jahr gemacht.

Damals waren wir vor allem auf der spanischen Seite der Pyrenäen und in den spanischen Nationalparks Aigüestortes i Estany de Sant Maurici und Ordesa y Monte Perdido unterwegs.

Dort sind Hunde an der Leine ganz offiziell erlaubt. Wir haben auch einige andere Wanderer mit ihren Hunden getroffen und duften sogar mit Hund in einem der offiziellen Park-Shuttle-Busse in den Nationalpark fahren.

In den französischen Nationalparks in den Pyrenäen sieht das aber anders aus. Hier sind Hunde generell verboten. Das wird auch kontrolliert und von den Wanderern respektiert.

Als wir im letzten Jahr im Nationalpark Parc National des Pyrénées am Cirque du Gavarnie waren, musste immer einer von uns mit Heaven vor dem Eingangsschild zum Park warten, bis der andere sich kurz den Cirque angeschaut hat. Und wir waren dort in guter Gesellschaft, weil viele andere Wanderer auch jeweils abwechselnd mit Hund draußen gewartet haben.

Da wir uns in dieser Hinsicht mit dem GR10 gerade die „falsche“ – nämlich französische – Seite der Pyrenäen ausgesucht hatten, mussten wir das in unserer Streckenplanung bedenken.

Nationalparks auf dem GR10

Parc National des Pyrénées

Umgehung des Parks:
zwischen Cauterets und Luz-St-Sauveur über den Col de Riou

Réserve naturelle du Néouvielle

Umgehung des Parks:
Variante des GR10C um den Pic du Midi de Bigorre

Es gibt auch „Umwege“ um die Nationalparks herum, die extra ausgewiesen sind. Aber das würde mehrere zusätzliche Etappen bedeuten und so haben wir uns entschieden, erst auf dem GR10 zu starten, als er die Nationalparks schon wieder verlassen hat.

Begegnungen mit Herdenschutzhunden und Rinderherden

In den Pyrenäen gibt es viele Weiden, die der Wanderweg überquert. Wir sind unzähligen Kuh- und Rinderherden begegnet. Da wir einen Hund dabei hatten und es in vielen Herden junge Kälber gab, haben wir größtmöglichen Abstand gehalten. Eine wütende Mutter, die ihr Kalb beschützen will, wollte ich nicht gegen mich aufbringen.

In den meisten Fällen konnten wir einfach einen großen Bogen laufen und Abstand halten. Zwei Mal wurde es trotzdem etwas brenzlich, als der Weg sehr schmal war und es einfach keine Ausweichmöglichkeit gab – weder für uns noch für die Kühe und Kälber. Und ein anderes Mal hat eine große Herde wiederkäuend das Gatter blockiert und so mussten wir durchs Unterholz kriechen und einen anderen Weg durch den Zaun finden.

Mein Motto lautete: Den Hund nah bei mir an der kurzen Leine lassen, Abstand zu der Herde halten, und ruhig, aber zügig weiter gehen.

Wir haben uns vorher nochmal eingelesen, wie man sich beim Wandern gegenüber Kühen und anderem Weidevieh am besten verhalten sollte und waren darauf vorbereitet.

Wandern mit Hund auf dem GR10 durch ein Viehgatter
Gatter auf, Gatter zu, Gatter auf, ...
Die Herde blieb glücklicherweise auf der anderen Seite des Baches und ist nach dem Trinken weiter gezogen.

Die Pyrenäen sind außerdem bekannt für ihre weißen Herdenschutzhunde (Pyrenäen-Berghund), die hier „Patou“ genannt werden. Immer wieder gibt es Hinweis-Schilder am GR10, die erklären, wie man sich bei Begegnungen mit Schaf-Herden und ihren Herdenschutzhunden verhalten soll.

Wir sind während unserer Wanderung nur einmal einem Patou begegnet als wir das kleine Bergdorf Mantet passierten. Ein Herdenschutzhund kam von seinem Hof, wo seine Schafherde in einem Gatter die Nacht verbracht hatte, auf uns zugerannt. Er hat uns kritisch beschnüffelt, ließ uns dann aber kommentarlos weiterziehen.   

Hinweisschild am GR10 bei Begegnungen mit Herdenschutzhunden

Hunde in den Refuges, Gîtes d‘Étapes und Herbergen

In den Refuges dürfen Hunde nicht mit ihren Menschen in den Schlafsälen schlafen. Manche Refuges gehen auch irgendwie davon aus, dass man seinen Hund einfach über Nacht im Hof anbindet.

Wir haben unser Zelt meist in der Nähe von einem Refuge auf einem Bivak-Platz (eine Fläche auf der Campen erlaubt ist) aufgebaut und haben uns dann zum Abendessen im Refuge angemeldet. Zum Abendessen kamen alle Wanderer, die im Umkreis des Refuge gezeltet haben oder im Refuge selbst übernachtet haben, zusammen und haben alle an einer langen Tafel gegessen. Je nach Refuge waren das manchmal 4 Leute und manchmal 40.

Wandern mit Hund auf dermGR10 vor dem Refuge des Mariailles

Zu diesen Mahlzeiten durften wir Heaven immer mit in die Refuges nehmen. Keiner hatte etwas dagegen, dass sie währenddessen unter dem Tisch lag.

Aus Gesprächen mit anderen Wanderern habe ich erfahren, dass die Refuges auf der spanischen Seite der Pyrenäen (auf dem GR11) strenger sind und Hunde grundsätzlich nicht ins Haus zu lassen. Die französischen Refuges waren hier aber ganz tolerant.

Die Mahlzeiten in den Refuges waren zwar einfach, aber extrem lecker. Schließlich waren wir immer noch in Frankreich! Dort hat sogar eine einfache Mahlzeit 3 Gänge 😀

Da einige Refuges keine Straßenanbindung haben (nur über Hubschrauber!) oder lediglich eine Schotterpiste, ist die Logistik dort oben entsprechend schwierig. Das treibt die Preise verständlicherweise in die Höhe. Ein Abendessen kostet in den Refuges zwischen 15 und 25€. Wenn man sich dann noch ein Picknick-Paket für die nächste Etappe mitnimmt (10€) und sich ein Frühstück im Refuge gönnt (5-8€), dann geht das ganz gut ins Geld.

Die Gîte d'étape in Merens-Les-Vals - hier wollten wir uns im Vorbei-Wandern ein Frühstück gönnen. Leider hing an der Tür ein Schild "Sind gerade Einkaufen" - also doch "nur" der Müsli-Riegel 😉

Wir haben uns aber trotzdem meistens ein Abendessen in den Refuges geleistet, denn Proviant für mehrere Tage mit uns durch die Berge zu tragen war ein echtes (Gewichts-)Problem.

Und das Problem sah so aus:

Unsere Ausrüstung auf dem GR10 mit Hund

Mit Hund auf einem Fernwanderweg zu laufen, der nur durch wenige größere Dörfer verläuft und neben den Refuges fast keine Möglichkeiten der Lebensmittelversorgung bietet, ist eine Herausforderung an Gepäck und Ausrüstung.

Denn neben unserer eigenen Ausrüstung mussten wir auch die Ausrüstung für Heaven im Rucksack unterbringen:

  • 4kg Hundefutter für ca. 20 Tage (!)
  • Maulkorb (falls wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterreisen müssen)
  • Zuggeschirr
  • Einen Hüftgurt für mich mit Zugleine
  • Isomatte
  • Leine
  • Napf
Wandern mit Hund auf dem GR10 Pause im Zelt

In den Zentralpyrenäen war es Mitte/Ende Juni nachts noch empfindlich kalt. Bei Temperaturen um die 5° haben wir für Heaven auch eine Isomatte mitgenommen, damit sie von unten gut isoliert schlafen kann. Dafür haben wir einfach eine dicke (preiswerte) Yogamatte gekauft und ein Stück davon abgeschnitten. In besonders kalten Nächten haben wir sie außerdem mit unseren Handtüchern zugedeckt. Da sie aber ein dickes, flauschiges Border-Collie-Fell hat, ist sie mit den Temperaturen gut klargekommen und die „Decke“ war vielleicht mehr für unser gutes Gefühl als dass Heaven sie wirklich gebraucht hätte.

Wasserversorgung in den Pyrenäen

In den Pyrenäen gab es auf unserer Strecke so zeitig im Jahr Wasser im Überfluss. Überall gibt es Quellen, Bäche und Seen. Wir haben zwar jeder 2l Wasser mit uns herumgetragen, aber jeden Abend noch etwas übrig gehabt, da wir auf dem Weg immer wieder aus Quellen trinken konnten.

Heaven hatte immer wieder die Möglichkeit sich die Pfoten in einem Bach zu kühlen und hat längst nicht an jeder Wasserquelle halt gemacht, um zu trinken – so viele gab es davon.

Wandern mit Hund auf dem GR10 vorbei am See Estany Del Reco
Der Estany Del Reco - Wasser im Überfluss am GR10

Fordern, aber nicht Überfordern! Pausen-Tage und Anstrengungen für den Hund

Unsere ersten 2 Etappen waren sehr anstrengend. Am ersten Tag ging es gleich 1200m am Stück nach oben in die Berge.

Auf der zweiten Etappe mussten wir über etliche Schneefelder, die das Vorankommen erschwert haben und die außerdem noch die Wegmarkierungen verdeckten. So mussten wir immer wieder stehen bleiben und minutenlang nach dem richtigen Weg suchen.

Heaven fiel das Laufen im Schnee sehr schwer. Denn der Schnee ist verharscht und man bricht überall ein und steckt schnell bis zu den Knien oder noch tiefer im Schnee. Man muss gut aufpassen, dass man nicht versehentlich durch die Schneedecke durchbricht und in einen Fluss fällt, der die Schneedecke von unten taut.

Ich habe darauf geachtet, Heaven immer an der Leine und nah bei mir zu behalten. Wenn sie vorausläuft und weit entfernt von uns im Schnee stecken bleiben oder einbrechen würde, wäre es sehr schwer, zu ihr zu gelangen oder überhaupt festzustellen, wo sie eingebrochen ist.

Wandern über Schneefelder auf dem GR10

Auf späteren Etappen waren große Geröllböcke eine große Herausforderung für Heaven. Wenn es keinen Weg mehr gibt, sondern man von Felsblock zu Felsblock springen und klettern muss, hat es ein Hund trotz der 4 Beine schwer. Hier haben wir Heaven oft ohne Leine laufen lassen, damit sie sich den besten Weg suchen konnte und mehr Pausen eingeplant.

Mittagspause am Etang de Lanoux auf dem GR10
Mittagspause am Etang de Lanoux

Am 3. Tag sind wir nur eine halbe Etappe gelaufen, haben den 4. Tag komplett pausiert und sind am 5. Tag die andere Hälfte der Etappe gelaufen. Diese Pausen-Tage haben wir spontan eingelegt. Die steilen, ersten Etappen und das ungewohnt schwere Gepäck haben ganz schön an den Kräften gezehrt. Auch Heaven war am 3. Tag ziemlich langsam unterwegs. Auch ihr tat die Pause gut.

Pause auf dem GR10 Hund schläft neben den Rucksäcken
Heaven nutzt die Pause für ein Nickerchen

Passenderweise hatte der Wetterbericht für genau diese Tage Gewitter und sehr viel Regen angesagt. Also haben wir die Tage abwechselnd damit verbracht, unser Zelt immer wieder aufzubauen (um uns vor dem Regen zu schützen) und wieder abzubauen (damit es in den kurzen Sonnen-Momenten schnell wieder trocknet.)

Regnerischer Tag auf dem Campingplatz
Wir haben einen ganzen Natur-Campingplatz bei La Cabanasse für uns und nutzen die Regentage zur Regeneration

Da wir aus den Zentral-Pyrenäen Richtung Mittelmeer gewandert sind, wurde es jeden Tag ein bisschen wärmer. Dass es jetzt nachts nicht mehr so kalt wurde, war der angenehme Effekt.

Der weniger angenehme Effekt waren die Tagestemperaturen. Die stiegen trotz der sehr zeitigen Saison (Anfang Juli) immer weiter. Auf der Etappe 49 erreichten die Temperaturen fast die 30° – auf 1500m.

Wir entschlossen uns, noch eine letzte (halbe) Etappe bis in das Städtchen Arles-sur-Tech zu laufen. Von hier gab es eine Busverbindung nach Perpignan und einen Supermarkt. Also brachen wir unsere Tour hier ab.

Am nächsten Tag erreichten die Temperaturen in Südfrankreich einen Rekord von 45,9°.

Wir waren enttäuscht, dass wir die letzten 4 Etappen nicht mehr wandern konnten. Aber wir hatten uns entschieden, in der Natur unterwegs zu sein und so mussten wir es auch akzeptieren, dass uns die Natur einen Strich durch die Rechnung macht. Ans Wandern war bei 45° im Schatten einfach nicht zu denken.

Aussicht über die Pyrenäen auf dem GR10 mit Hund

Wir werden aber sicher nochmal zurückkehren, um die verpassten Etappen nachzuholen! 

Wenn du auch eine Etapen-Wanderung auf dem GR10 planst und noch Fragen hast, dann schreib mir gern eine Email an maria@radundhund.de oder ein Kommentar unter diesen Artikel! 🙂

Über ein Kommentar über deine Erfahrungen auf dem GR10 oder anderen Fernwanderwegen würde ich mich auch super freuen!

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