Reisebericht // Kai Gutmann & Woody

Golden Retriever Woody und Kai am Strand

Kai war mit seinem Golden Retriever Woody unterwegs von Bochum auf dem Rheinradweg bis Hoek van Holland in den Niederlanden. 650 Kilometer mit Fahrrad, Hund und Zelt.

Die beiden machen keine halben Sachen! Wenn Kai mit seinem Vierbeiner auf Bikepacking-Tour geht, dann wird es abenteuerlich. 

Kai liebt das unabhängige, freie Reisen. Er ist gern mit Woody gemeinsam unterwegs, bei Wind und Wetter durch die Natur. Was läge da also näher als das Fahrrad zu satteln, den Fahrradanhänger mitzunehmen und einfach loszufahren?

Die erste Idee für eine längere Tour war einige Monate vorher geboren worden. Kai wollte unbedingt ans Meer. Woody als waschechter Retriever (Wasser-Freak!) hatte natürlich nichts dagegen einzuwenden 🙂

Und so stand der Plan fest: 650km in 14 Tagen an die niederländische Küste und zurück.

Wer Großes plant, der sollte sich entsprechend vorbereiten. Gesagt, getan 😉

Konditionstraining

Die wichtigste Vorbereitung für die lange Fahrradtour war eine gute Kondition aufzubauen. Im Alltag darf Woody seinen Zweibeiner oft ins Büro begleiten. 

Den Arbeitsweg haben die beiden daher zur Trainingsstrecke umfunktioniert. Fahrrad und Hund konnten praktischerweise ein Stück in der Regionalbahn mitgenommen werden. 

Später hat Kai dann die gesamten 16km Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückgelegt. Dann durfte das Rad rollen und Woody laufen. 

So konnte Kai die Trainingsstrecke flexibel gestalten, die Kondition langsam aufbauen und Woody an das Laufen am Rad und das Fahren im Anhänger gewöhnen.

Golden Retriever Woody am Fahrrad

Das Fahrrad

Der nächste Schritt war die Vorbereitung des technischen Equipments. 

Kai fährt im Alltag ein  ganz normales Mountainbike. Das ist eigentlich nicht dafür gebaut worden, lange Radtouren zu fahren und dabei viel Gewicht zu ziehen oder zu schwer beladen zu werden. 

Ein Tourenrad wäre besser geeignet gewesen. Der Geldbeutel setzt den Träumen aber gelegentlich Grenzen 😉 Das Mountainbike hat die Tour am Ende auch sehr gut gemeistert und ein großes Lob von Kai bekommen 😉

Der Fahrradanhänger

Für Woody und große Teile seines Gepäcks hat Kai sich für einen Fahrradanhänger entschieden. Nach einiger Recherche ist die Wahl auf einen Petego Comfort Wagon (Large) gefallen. 

Für den Golden-Retriever-Rüden wurde der Anhänger zum fahrenden Rückzugsort. Wenn die Strecke zu lang wurde, durfte er im Anhänger weiterfahren und die Aussicht genießen, während Kai sich abgestrampelt hat. 

Hund Woody im Fahrradanhaenger

Neben dem Hunde-transport, wurde dem Petego Comfort auch Woodys Futter anvertraut. Gut verstaut in wasserdicht verschließbaren Behältern, lag es direkt unter Woodys Pfoten. 

Auch das Zelt, die Luftmatratze und im Fahrtwind trocknende Kleidungsstücke durften im bzw. am Fahrradanhänger mitreisen.

Das Futter

Wer mehrer Tage unterwegs sein will, muss natürlich genügend Futter für seinen Vierbeiner dabei haben. Die Erstausstattung für Woody beinhaltete Trockenfutter für etwa 9 Tage. 

Kai fütterte das High-Energy-Trockenfutter von der Marke Josera. Als die erste Ration zu Neige ging, musste Kai in den Niederlanden möglichst ähnliches Futter zu finden. Das war gar nicht so einfach. Es war ihm besonders wichtig, dass die Fett-Eiweiß-Relation im Futter stimmte. Außerdem musste das Futter natürlich auch möglichst gut transportabel sein.

Sonstige Ausrüstung

Ansonsten stand bei den beiden noch so einiges an Kleinkram auf der Packliste:

  • super leichtes Zelt
  • Matratze
  • Kochutensilien (Gas? Holz? Spiritus?)
  • Fahrradtaschen
  • Tablet, Laptop, Schreibkram
  • neuer Schlafsack (?!)
  • Rucksack
  • abschließbare Hundeleine (selbstgemacht)

Packliste Fahrradtour mit Hund

Am Zelt und der Matratze wollte Kai nicht sparen. Allerdings hat er sich entschieden, seinen alten Schlafsack mitzunehmen. Bei den frühlingshaften, ar%§#kalten Temperaturen hat sich das als eine etwas ungünstige Entscheidung herausgestellt 😉 Woody war da mit Fell und extra Decke viel besser ausgestattet. Hund Woody im Schlafsack

Über ein anderes Problem hat Kai sich vor der Tour schon den Kopf zerbrochen: Wer alleine reist, der muss sein Fahrrad und seinen Hund während dem Einkaufen vor einem Supermarkt allein lassen. Das Fahrrad kann man anschließen… aber den Hund?

Kai hat sich dafür entschieden, seinen wertvollen Woody ebenfalls anzuschließen. Extra dafür hat er eine lange Kette mit Zahlenschloss gekauft, dass er durch Woodys Halsband führen und den Hund am Fahrrad anschließen konnte. Sicher ist sicher 🙂


Die Radtour – 14 Tage auf dem Rheinradweg

Als Kai gegrübelt hat, welche Strecke sich für eine erste längere Radtour eignen würde, kam ihm schnell die Niederlande in den Sinn. Ein schönes, flaches Land mit viel Küste (Meer!), das für seine Hundefreundlichkeit und herzlichen Menschen bekannt ist.

Rheinradweg Abschnitt Niederlande
© www.adfc-radtourismus.de

Einer der großen europäischen Radwege führt zudem praktisch direkt an Kais Zuhause vorbei: der Rheinradweg

Der Radweg, der auch als EuroVelo 15 bekannt ist, startet an der Quelle des Rheins in der Schweiz und führt durch Straßburg und Koblenz über Rotterdam bis zur Mündung in Hoek van Holland.

Die beiden Fahrrad-Abenteurer fuhren den letzten Abschnitt von Duisburg bis zur Küste.

Von Bochum bis Duisburg nahmen sie dazu auch Stückchen Ruhrpott-Geschichte mit. Mit dem Ende des Erzbergbaus wurden einige Bahntrassen nicht mehr benötigt. Manche davon sind jetzt zum Radweg ausgebaut worden. So auch der Springorumradweg bei Bochum. Auf der praktisch autofreien Strecke durfte Woody frei am Rad laufen.

Kai vor dem Rheinradweg

Kais Fahrrad-Computer hat ihm auf seiner Radwanderung eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 12 Km/h bescheinigt. Das war für Woody das perfekte Trab-Tempo. Kai hat während der ganzen Tour darauf geachtet, dass der Rüde selbst laufen kann, wenn es möglich war und seine Ruhephasen im Fahrradanhänger hatte. 

Der Wind, der von der Nordsee her den beiden ordentlich ins Gesicht blies, war auch nicht zu verachten. So ein Fahrradanhänger mit Gepäck (und Hund!) verursacht schon ganz gut Luftwiderstand, den man gerne mal vergisst, wenn man „nur“ auf einer kleineren Tagestour unterwegs ist. 

Auf der Rückfahrt hat Kai sich dann allerdings sehr über den Wind gefreut 😉 Die Medaille hat eben doch immer zwei Seiten 😀 

Fahrrad mit Fahrradanhaenger Hund

Fazit

Alles in allem haben Kai und Woody ihre Tour in vollen Zügen zu genossen. Nicht nur das Radfahren hat die beiden enger zusammengeschweißt als vorher. 

Auch die vielen Begegnungen mit tollen und hilfsbereiten Menschen haben die Reise zu einem echten Erlebnis gemacht. Den vollständigen Bericht über die Radtour Bochum – Hoek van Holland mit allen Details und gewonnenen Erfahrungen könnt ihr auf Kais Blog lesen.

Die nächste Radwanderung ist bereits geplant. Ziel: Wieder ans Meer! Dänemark! 🙂 

Viel Spaß euch beiden auf euren nächsten Abenteuern!

über Kai und Woody

Auf seinem Blog schreibt Kai über seine Bikepacking-Touren und Abenteuer mit Woody.

Weitere Themen ...

Das richtige Fahrrad

Welches Fahrrad passt zu mir und meinem Hund? Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten den Hund mit dem Fahrrad zu transportieren. Ich möchte dir hier einen Überblick geben, um dir bei deiner Entscheidung zu helfen. Es gibt für jedes Hund-Mensch-Team das richtige …

Read More

Welches Geschirr braucht mein Hund beim Sport?

Welches Geschirr braucht mein Hund beim Sport? Es gibt so viele verschiedene Hundegeschirre. Ich stelle dir die wichtigsten Modelle vor und erkläre dir, welches Hundegeschirr für welchen Sport und welchen Hund geeignet ist. zur Übersicht der Hundegeschirre für Sport Ein Halsband ist beim …

Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.