Mein Fahrradkorb – Die Bauanleitung

Mein Fahrrad ist ein Omnium Mini, ein Lastenrad vom Typ „Bäckerrad“. Das Hinterrad ist normal groß (28er), während das Vorderrad mit nur 20 Zoll deutlich kleiner ist. Über dem Vorderrad befindet sich die Ladefläche. So liegt der Schwerpunkt der Last (= Hund 😉 ) bei Beladung besonders tief und das Rad fährt und lenkt sich super.

Die Ladefläche ist direkt mit dem Rahmen verschweißt. Daher dreht sich die Box nicht mit, wenn ich lenke und um die Kurve fahre. Dadurch liegt das Fahrrad besonders stabil auf der Straße, denn wenn sich der Hund in der Box bewegt, überträgt sich die Bewegung nicht auf das Vorderrad – nichts schlenkert oder wackelt. Daher ist dieser Fahrradkorb auch für etwas schwerere Hunde geeignet (Heaven wiegt ca. 15kg – die Ladefläche des Omnium hält 50kg aus, aber einen so schweren Hund hebt man natürlich nicht mal eben kurz in einen Fahrradkorb 😉 ).

 

Da ich keine Box mit der perfekten Höhe, Breite und Tiefe gefunden habe, habe ich mir kurzerhand selbst einen Fahrradkorb gebaut. Angefangen hat das Projekt mit 2 Euro-Kisten mit den Maßen 60cm x 40cm x 27cm. Euro-Kisten sind genormt und können gestapelt werden. Die Kanten der Kisten greifen dabei so ineinander, dass ein Stapel nicht verrutschen kann.

Mit 27cm war mir der Rand einer Kiste nicht hoch genug. Wenn ich mal Bremsen oder Ausweichen muss, könnte Heaven zu leicht aus dem Fahrradkorb geschleudert werden. Also brauchte ich für diese Kiste einen höheren Rand. Meine Lösung: 2 Kisten übereinander! 😀

 

Jetzt musste natürlich der Boden der oberen Kiste ausgesägt werden, sodass nur noch die Kisten-Wände stehen bleiben. Zusätzlich musste ich die vordere Wand der oberen Kiste aussägen. Da sich der Lenker unabhängig von der Kiste dreht, braucht der Lenker dort mehr Bewegungsspielraum. Nach dem Sägen habe ich alle Kanten mit einem Cutter-Messer entgratet und mit Schleifpapier glatt geschliffen, damit keine scharfen Kanten eine Verletzungsgefahr darstellen.

Damit hatte ich jetzt einen Korb mit den Maßen 60cm x 40cm x 54cm und mit genügend Freiheit für den Lenker.

Meine Fahrradbox habe ich zusätzlich noch mit einer Kipp-Funktion ausgestattet. So kann ich Heaven von allen Seiten in die und aus der Box heben. 2 Kabelbinder halten die Kisten auf der einen Seite zusammen.

Die Box habe ich mit einer rutschfesten Matte (ähnlich einer Duschmatte) gepolstert. Mir war wichtig, dass Heaven in ihrer Box einen guten Halt hat. Allerdings bietet diese Matte nicht sehr viel Stoßdämpfung, daher werde ich demnächst noch eine Schaumstoff-Matte drunter legen.

Ich habe außerdem den Rand der unteren Kiste mit demselben Material gepolstert, damit es bei unebenem Boden nicht klappert (hat echt genervt 😀 ).

 

Während der Fahrt verbinde ich beide Kisten mit einem starken Klettband, damit sich die Kippfunktion im Falle eines Bremsmanövers nicht von alleine aktiviert.

Ich träume noch davon, noch einen seitlichen Einstieg in die Box zu integrieren (ähnlich einer ausfahrbaren Treppe eines Wohnmobils), damit ich Heaven nicht immer hochheben muss. Dafür ist mir aber noch keine technische Umsetzung in Leichtbauweise eingefallen 😉

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