Das richtige Fahrrad

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten den Hund mit dem Fahrrad zu transportieren. Ich möchte dir hier einen Überblick geben, um dir bei deiner Entscheidung zu helfen.

Es gibt für jedes Hund-Mensch-Team das richtige Fahrrad mit der richtigen Transportbox oder den richtigen Anhänger. Bei der Wahl kommt es zum einen natürlich auf die Größe und das Gewicht des Hundes an. Aber auch die örtlichen Gegebenheiten sind wichtig zu beachten. Fährst du mit deinem Hund zur Hundeschule kurze Strecken vor allem durch die Stadt? Oder soll dich deine Fellnase auf längeren, vielleicht sogar mehrtägigen Radtouren begleiten? Hier möchte ich dir alle Möglichkeiten vorstellen, die mir vor meiner eigenen ersten Radtour mit meiner Hündin durch den Kopf gingen.

#1 Korb am Fahrradlenker
#2 Korb auf einem Vorderrad-Gepäckträger
#3 Korb auf einem Hinterrad-Gepäckträger
#4 einspurige Fahrradanhänger
#5 zweispurige Fahrradanhänger
#6 zweispurige Lastenanhänger
#7 Bäckerrad
#8 zweispuriges Lastenrad (“Christiania Rad”)
#9 einspuriges Lastenrad (“Long John”)
#10 E-Bikes

 

#1 Korb am Fahrradlenker

Diese Transportmöglichkeit ist für kleine, leichte Hunde bis ca. 5kg geeignet (z.B. für Zwergpinscher, Papillon oder Yorkshire Terrier). Wer einen solchen “Zwerg” hat, hat kaum Probleme ihn mit einem normalen Fahrrad mitzunehmen. Fahrradkörbchen gibt es in vielen Formen und Größen. Spezielle Hunde-Fahrradkörbe sind zudem mit einem Gitterdeckel ausgestattet, damit der Hund während der Fahrt nicht rausspringen oder rausfallen kann. Einige Körbchen-Modelle, die vorne am Lenker zu befestigen sind, sind aus Stoff gefertigt. So sind sie wesentlich leichter als Modelle aus Weide und Metall. Gerade kleine Hunde können mit den Pfoten auch nicht in ein Gitter geraten.

Ein Nachteil von einem Körbchen am Lenker ist jedoch, dass sich alle Bewegungen des Hundes direkt auf den Lenker und damit auf das Fahrverhalten des Fahrrads auswirken. Wenn der Hund nur 2kg wiegt, merkt man das als Fahrer kaum. Aber wenn der Hund näher an der 5kg-Grenze ist, dann kann das unangenehm schwammig beim Lenken werden. Manche Radler gewöhnen sich aber schnell an das zusätzliche Gewicht am Lenker. Einfach mal ausprobieren und mit einem Gegenstand Probe fahren, der ungefähr dasselbe Gewicht hat wie der eigene Hund. Wenn diese Körbchen-Variante eine passende Möglichkeit für dich und deinen Hund ist, sollte du auch darüber nachdenken, dein Rad mit einem Zweibein-Fahrradständer auszurüsten. Durch das Gewicht am Lenker neigt das Rad dazu umzufallen. Mit einem sicheren, beidseitigen Zweibein-Fahrradständer, kannst du deinen Hund aus dem Korb heben ohne das Rad gleichzeitig festhalten zu müssen.

Einfache Hunde-Körbe für den Fahrradlenker gibt es ab ca. 25€. Je nach dem welche Größe, Qualität und Ausstattung du möchtest (z.B. mit zusätzlichem Gitter oder Sonnenschutz für den Hund), kann ein Korb aber auch noch deutlich teurer sein.

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