Wie fange ich das Ausdauertraining mit meinem Hund an?

Wenn dein Hund in den letzten Wochen vor allem auf dem Sofa geschnarcht hat und du vor eurer ersten Fahrradtour die Ausdauer deines Hund aufbauen möchtest (mit all ihren positiven Aspekten), solltest du ihn langsam an die Anstrengung und das Fahrrad heranführen.

 

Die richtige Sportart zum Einstieg

Um die Fitness deines Hundes langsam aufzubauen, sind alle Sportarten geeignet, bei denen sich der Hund gleichmäßig über einen längeren Zeitraum bewegt. Dazu zählen also nicht nur das Laufen am Fahrrad, sondern auch Joggen, Schwimmen und simples Spazierengehen.

Du solltest hier den geeigneten Sport für deinen Hund wählen. Ist dein Hund noch jung oder hat er in der letzten Zeit eine Verletzung auskuriert, dann startest du am besten mit Spaziergängen, die du mit der Zeit immer weiter ausdehnst. Auch unterschiedliche Böden haben einen stärkenden Effekt auf die Muskeln. Tiefe, weiche Waldböden sind anstrengender zu laufen als ein fester Feldweg. Auf verwurzelten Wegen muss dein Hund die Pfoten höher heben und auf den Weg achten.

 

Die erste Joggingrunde

Hat dein Hund ein gewisses Fitnesslevel, kannst du ihn mit auf eine erste Joggingrunde nehmen. Auch, wenn dein Ziel ist mit deinem Hund Fahrrad zu fahren, würde ich dir auf jeden Fall empfehlen zunächst einige Runden zu Fuß zu drehen. Beim Joggen kannst du am besten die aktuelle Ausdauer deines Hundes feststellen, ihn motivieren und beobachten ohne gleichzeitig ein Fahrrad steuern zu müssen. Außerdem ist die Gefahr, deinen Hund zu überlasten geringer, weil du selbst ja auch mithalten musst. Es ist zudem eine super Möglichkeit, mit deinem Hund die Leinenführigkeit auch bei höherem Tempo zu üben. Und letztendlich musst du auch keine Kompromisse bei der Streckenwahl eingehen. Der Untergrund der für die Gelenke deines Hundes gut ist, ist auch für deine eigenen gut.

 

Das Training am Fahrrad

Wenn dein Hund gelernt hat, locker neben dir zu laufen, kannst du langsam auf das Fahrrad umsteigen. Bevor du Rad und Hund zusammen bringst, solltest du deinen Hund prinzipiell mit dem großen sperrigen Metall-Ungeheuer vertraut gemacht haben, damit er entspannt und angstfrei neben den Rad laufen kann. Zunächst solltest du auch mit Rad und Hund erstmal eine Runde zu Fuß drehen. Dein Hund kann sich so daran gewöhnen, dass er genug Abstand halten muss und nicht einfach durch den Fahrradrahmen springen darf, um zu dir zu kommen (klingt komisch, aber meine Hündin hatte da tatsächlich wenig Berührungsängste 😉 ). Jetzt kannst du anfangen, die Dauer des Trainings in kleinen Schritten zu steigern. Du kannst mit 5 Minuten Fahrradfahren anfangen und zwei bis drei Mal in der Woche üben. Wenn alles gut läuft, dein Hund Spaß hat, motiviert ist und mit der Anstrengung gut klar kommt, kannst du jede Woche 5 Minuten länger trainieren. Nach etwa 6 bis 8 Wochen hast du dann eine Trainingsdauer von ca. 30 Minuten erreicht. Das sollte in der Regel reichen, um die erste kleine Radtour zu starten und die gewonnene Ausdauer langfristig beizubehalten.

 

Das richtige Tempo

Für eine Steigerung der Ausdauerleistung sollte dein Hund in einem gleichmäßigen, ruhigen Trab laufen. Ähnlich wie bei uns Menschen auch, ist es wenig effektiv, wenn der Hund zwischendurch immer wieder in den Schritt fällt oder sich durch schnelles Rennen nur kurzfristig anstrengt und ihm dann die Kraft für eine längere Strecke fehlt. Am besten behältst du deinen Hund anfangs an der Leine. Je nachdem wie gut er schon an der Leine läuft, würde ich dir auch empfehlen, die Leine an einem gut sitzenden Geschirr anstatt am Halsband zu befestigen. So vermeidest du, deinem Hund unangenehm am Hals zu ziehen, sollte er unerwartet etwas spannendes im Gebüsch entdecken. Die Leine hat den Vorteil, dass du das Lauftempo deines Hundes gezielt beeinflussen kannst. Die meisten Hunde würden ohne Leine sicher bevorzugen, hin und wieder anzuhalten, zu schnuppern und dir dann hinterher zu sprinten. Was sicher Spaß macht, aber eben leider keinen so großen Effekt auf die Ausdauer hat 😉